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Corona-Krise – Friedhof für Kreuzfahrtschiffe: Hier werden sie verschrottet

Corona-Krise – Friedhof für Kreuzfahrtschiffe: Hier werden sie verschrottet

Die Kreuzfahrtbranche steckt wegen der Corona-Pandemie in einer tiefen Krise, dafür boomt das Geschäft mit Kreuzfahrtschiffen an anderer Stelle: in den Abwrackwerften nahe Izmir etwa. Dort werden ehemalige Luxusdampfer verschrottet.

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Die Corona-Pandemie wirkt sich auf viele Branchen negativ aus. Besonders die Tourismusbranche hat darunter zu leiden, besonders Anbieter von Kreuzfahrten. Nur noch wenige Menschen buchen einen Urlaub auf einem solchen Schiff. Schließlich gelten Kreuzfahrten derzeit als besonders gefährlich: Viele Menschen kommen auf engem Raum zusammen, das Coronavirus findet nahezu optimale Bedingungen vor, um sich auszubreiten.

Kreuzfahrtschiffe werden in der Türkei verschrottet

Die schwindenden Buchungen führen dazu, dass Kreuzfahrtschiffe nun sogar verschrottet werden müssen. Sie landen dann zum Beispiel in den Abwrackwerften in Aliaga, Izmir, in der Türkei. Dort werden sie zerlegt: Die Arbeiter entnehmen noch brauchbare Geräte und Möbel aus den Schiffen. Sie entfernen Wände, Fenster, Böden und Geländer. Das Schiff wird zu Altmetall verarbeitet. Die Abwrackwerft profitiert von der Krise, ihr bringt die Verschrottung der Schiffe einen wirtschaftlichen Aufschwung.

Vor der Pandemie kümmerten sich die türkischen Werften in der Regel um Fracht- und Containerschiffe, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Kamil Onal, Vorsitzender eines Verbandes der Schiffsrecycling-Industriellen, sagte der Nachrichtenagentur, dass der Sektor durch das Coronavirus einen Wachstum erleben würde. Wenn es keine Arbeit mehr für die Schiffe gebe, würden sie umdrehen und zur Demontage fahren, so Onal.

Demontage dauert rund ein halbes Jahr

Laut Onal würden seit 1974 etwa 2.500 Menschen in der Anlage in Aliaga arbeiten. Sie benötigen rund sechs Monate, um ein Kreuzfahrtschiff zu demontieren. In der Werft liegen ausrangierte Schiffe aus Amerika, Großbritannien und Italien. Immer wieder kommt es dabei auch zu Todesfällen.

Published at Sat, 16 Jan 2021 09:34:00 +0000