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Das hat die Sächsisch-Böhmische Schweiz zu bieten

Das hat die Sächsisch-Böhmische Schweiz zu bieten

„Geübte Wanderer kommen von der Schweizermühle durch das Bielatal bis hierher – eine wunderbare Tour entlang der Herkulessäulen, die als Rundweg etwa 20 Kilometer misst“, sagt Czastka.

Auch für Kinder ist das zerklüftete Labyrinth der Tyssaer Wände mit seinen kleinen Höhlen und engen Passagen ein Abenteuer, das zum Herumkraxeln animiert. So trifft man bei der anschließenden Stärkung in der Turistická chata, einem rustikalen Restaurant am Eingang zu den Felsen, bei Jung und Alt auf durchweg zufriedene Gesichter.

Auf dem Weg zum nahen Hohen Schneeberg (Decínský Snežník), mit 723 Metern die höchste Erhebung des Elbsandsteingebirges, spricht Czastka über die enge Zusammenarbeit mit deutschen Partnern. Er berichtet von grenzübergreifenden Kajakfahrten auf der Elbe, Radtouren auf dem Elberadweg und dem 105 Kilometer langen Forststeig, einer grenzüberschreitenden Mehrtageswanderung.

Deutsch-tschechische Zusammenarbeit

Im Nationalparkzentrum von Bad Schandau erhält man weitere Einblicke in die vielfältige grenzüberschreitende Kooperation beider Seiten. Die Nationalparkbehörden stimmen sich eng ab. Es gibt gemeinsame Veranstaltungen, Ausstellungen, Exkursionen und Projekte zur Vermarktung. Auch die Wegemarkierungen sind angeglichen.

Der öffentliche und private Nahverkehr ist länderübergreifend abgestimmt, sodass Urlauber dank eines gemeinsamen Fahrplanes beide Nationalparks und Landschaftsschutzgebiete erkunden können.

Ein fotogenes Naturwunder

Wie unkompliziert eine solche grenzüberschreitende Tour sein kann, erlebt man auf einer Fahrt mit dem Wanderschiff. Das fährt von Bad Schandau über Schmilka bis ins tschechische Hrensko. Rechts der Elbe ragen die Schrammsteine bis zu 150 Metern empor. Es geht vorbei an den Postelwitzer Sandsteinbrüchen, die einst das Material für die Frauenkirche in Dresden lieferten.

Die frühere Grenzstation hinter Schmilka erinnert an vergangene Zeiten. In Hrensko angekommen beginnt eine der spannendsten Touren auf böhmischem Gebiet. Auf rund 6,5 Kilometern geht die Strecke durch abgestorbene Fichtenwälder, deren Monokultur langsam auf natürliche Weise durch sprießende Birken, Ebereschen und Buchen ersetzt wird.

Gleichmäßig windet sich der Wanderweg über Serpentinen nach oben, bis das Prebischtor (Pravcická brána) auftaucht. 16 Meter hoch und mit 26,5 Metern Spannbreite macht die größte Sandstein-Felsbrücke Europas einen imposanten Eindruck. Sie ist das Wahrzeichen des Nationalparks Böhmische Schweiz.

Markant: Das Prebischtor (Pravická brána) ist das Wahrzeichen des Nationalparks Böhmische Schweiz.
Markant: Das Prebischtor (Pravická brána) ist das Wahrzeichen des Nationalparks Böhmische Schweiz. (Quelle: Michael Juhran/dpa-tmn-bilder)

Vorwiegend deutsche Wanderer, aber auch Touristen aus Japan, Österreich, der Schweiz und Belgien starten einen Wettbewerb um den besten Fotostandort. Schon 1881 hatte Fürst Edmund Clary-Aldringen das Tourismuspotenzial des Naturwunders erkannt und einen Wanderweg samt Ausflugsschlösschen anlegen lassen. Heute begrüßt ein Restaurant die ankommenden Gäste mit Gulasch, Knödeln und tschechischem Bier.

Published at Sat, 09 Jul 2022 09:05:00 +0200