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Neun-Euro-Ticket: Das ist bisher geplant

Neun-Euro-Ticket: Das ist bisher geplant

Wo bekommen Sie das Neun-Euro-Ticket?

Das Ticket soll an Schaltern und Automaten, sowie einer Online-Plattform zur digitalen Buchung erhältlich sein.

Wer bereits ein bestehendes Ticket-Abo hat, bekommt den Differenzbetrag in den folgenden Monaten ausgeglichen. Zudem soll es eine Lösung für Semester- oder Jobtickets geben.

Wie weit können Sie mit dem Neun-Euro-Ticket fahren?

Das Ticket soll im gesamten deutschen Nah- und Regionalverkehr gültig sein. Sie können damit also Linienbusse, Straßenbahnen, U-Bahnen, S-Bahnen sowie Regional- und Regionalexpress-Züge nutzen – und das deutschlandweit.

Wer will, kann also für nur neun Euro von München nach Hamburg, von Köln nach Berlin oder von Bremen nach Stuttgart oder auch in alle anderen Städte und Gemeinden in Deutschland fahren. Allerdings: Wer keinen Aufpreis zahlen will, darf nur den Nah- und Regionalverkehr nutzen.

Denn das Neun-Euro-Ticket gilt nicht im Fernverkehr, also in ICE, IC oder EC und auch nicht Flixbussen oder dem Flixtrain. Die Reise quer durch Deutschland wird somit sehr günstig, kann aber mitunter auch sehr lange dauern.

Dürfen Sie auch Ihr Fahrrad mitnehmen?

Bisher gilt für Fahrräder auch beim Neun-Euro-Ticket, dass sie ein zusätzliches Fahrradticket benötigen. Das kann mitunter dann sogar teurer werden, als das Ticket für Sie selbst.

Allerdings hat sich der Fahrgastverband Pro Bahn laut „Spiegel“ bereits dafür ausgesprochen, mit dem Start des Neun-Euro-Tickets die Fahrradmitnahme in Zügen teilweise auszusetzen. „Auf bestimmen Strecken sollte die Fahrradmitnahme ausgeschlossen werden“, sagte Pro-Bahn-Sprecher Karl-Peter Naumann. „Das ist die einzige Möglichkeit, noch mehr Chaos zu verhindern.“

Können auch Fähren und Touristenbahnen mit dem Neun-Euro-Ticket genutzt werden?

In größeren Städten wie Hamburg oder Berlin gehören zum ÖPNV beispielsweise auch Fähren oder bestimmte Touristenfahrten. Diese können auch mit dem Neun-Euro-Ticket genutzt werden, sofern sie bisher auch mit dem normalen ÖPNV-Ticket genutzt werden konnten.

Touristenfähren oder Schiffe von privaten Anbietern genauso wie Touristenbusse gehören hingegen nicht zu dem Angebot.

Worauf müssen Sie sich einstellen, wenn Sie den ÖPNV nutzen?

Je mehr Menschen das Angebot nutzen, desto mehr müssen Sie sich auch auf überfüllte Bahnen, Busse und auch Bahnhöfe einstellen. Denn nur für drei Monate werden die Verkehrsbetriebe wohl kaum ihre Flotten vergrößern oder deutlich mehr Personal einstellen.

Gut die Hälfte der Menschen in Deutschland, die das angekündigte 9-Euro-Ticket nutzen wollen, planen damit zudem einen Ausflug oder eine Reise.

Das ergab eine Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur zwischen dem 2. und 5. Mai unter mehr als 2.000 Erwachsenen in Deutschland durchgeführt hat. 55 Prozent der Teilnehmer wollen das Ticket demnach zumindest wahrscheinlich nutzen, davon 51 Prozent bevorzugt für touristische Ausflüge beziehungsweise Reisen innerhalb Deutschlands.

Knapp ein Drittel (31 Prozent) will das Ticket in erster Linie für den Arbeitsweg nutzen. Mehr als zwei Drittel (68 Prozent) der Befragten nannten private Wege. Bei der Frage nach der bevorzugten Nutzung waren mehrere Antworten möglich.

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Ein Finanzstreit mit dem Bund über dauerhaft mehr Geld für den öffentlichen Nahverkehr ist weiterhin ungelöst. Die Bremer Verkehrssenatorin Maike Schaefer warnte deshalb bereits davor, dass nach dem Auslaufen des Tickets Ende August ohne mehr Geld vom Bund die Tarife erhöht werden müssten. Diese Frage ist also noch ungeklärt, es könnte jedoch sein, dass die Preise dann ansteigen.

Published at Thu, 05 May 2022 15:53:46 +0200