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Corona-Krise: Wo der Ski-Urlaub noch möglich ist – und wo nicht

Corona-Krise: Wo der Ski-Urlaub noch möglich ist – und wo nicht


Nachdem Ischgl 2020 als einer der ersten Corona-Hotspots galt, haben sich die Skiregionen jetzt für eine Saison in der Pandemie gerüstet. Welche Regeln gelten wo und was erwartet Ungeimpfte? 

Überblick

Nachdem die Skisaison im vergangenen Jahr wegen der Corona-Pandemie vielerorts ausgefallen ist, soll Wintersport in diesem Jahr in einigen Regionen möglich sein. Häufig allerdings nur unter strengen Auflagen. Was gilt in den beliebtesten Skiregionen? 

Österreich

Eine Reihe von österreichischen Skigebieten will trotz des Lockdowns demnächst seine Lifte starten. So heißt es in Kitzbühel „Piste frei“, sobald die Schneeverhältnisse es erlauben, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtete. In der Axamer Lizum nahe Innsbruck werde der Skibetrieb am 3. Dezember mit einer Woche Verspätung starten.

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Am Arlberg stand das weitere Vorgehen noch nicht fest. Auch Ischgl in Tirol will beraten, wie man mit der Situation umgeht. In Salzburg planen größere Skigebiete bei entsprechender Schneelage den Saisonstart auch im Lockdown. Überall gelten Sicherheitsmaßnahmen gegen das Coronavirus.

Das Gesundheitsministerium in Wien wies darauf hin, dass Skigebiete mit einem 2G-Nachweis (geimpft, genesen) auch während des zunächst bis zum 12. Dezember geltenden österreichischen Lockdowns besucht werden dürfen. Alle Lokale seien aber geschlossen, und Hotels dürften nicht zu touristischen Zwecken betreten werden. Zudem seien weiterhin die Einreisebestimmungen gültig, nach denen man geimpft oder genesen sein oder einen negativen PCR-Test vorweisen muss.

Deutschland 

In Deutschland gilt während der kommenden Skisaison grundsätzlich die 3G-Regel. Das bedeutet beispielsweise, dass Seilbahnbetreiber ihre Passagiere auf Impf-, Genesenen- oder Testnachweise prüfen müssen. In Bayern gilt zudem die 2G-plus-Regel, auch in Feldberg im Schwarzwald ist 2G-plus geplant. 

Die Seilbahn-Branche hat deshalb ihre Kritik an den Corona-Regeln bekräftigt und Nachbesserungen gefordert. Die Vorgabe der bayerischen Staatsregierung zu 2G-plus sei personell und logistisch nicht zu stemmen, sagte der Präsident des Verband Deutscher Seilbahnen, Matthias Stauch. Das sei ein „Schlag in die Magengrube“ und bedeute einen „Lockdown durch die Hintertür“. Stauch verlangte für die Seilbahnen eine Rückkehr zur 2G-Regel. Andernfalls sei unklar, ob es eine Skisaison geben könne.

Die Seilbahnbetreiber fürchten, dass Gäste nach Österreich ausweichen – denn jenseits der Grenze gilt an den Liften 2G – obwohl Österreich derzeit in einem Lockdown steckt.

Wintersport in der Pandemie: Seilbahnbetreiber kritisieren die strengen Regeln. (Quelle: imago images/Eibner Europa)Wintersport in der Pandemie: Seilbahnbetreiber kritisieren die strengen Regeln. (Quelle: Eibner Europa/imago images)

Die Präsidentin des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga, Angela Inselkammer, sagte, die Situation sei dramatisch. „Wir wissen, dass gehandelt werden muss.“ Es sei aber schwierig, wenn dies auf dem Rücken weniger ausgetragen werde. Es drohten vollkommen unterschiedliche Auflagen und Regelungen selbst innerhalb Bayerns, die entweder echte oder Defacto-Lockdowns nach sich ziehen.

Inselkammer verlangte Entschädigungen für die betroffenen Betriebe. Seilbahnbetreiber und Dehoga kündigten zudem an, die Auflagen auf ihre Rechtmäßigkeit prüfen zu lassen.

Schweiz

Bisher gibt es noch keine genauen Pläne der Schweizer Regierung zur Skisaison. Allerdings weist das Bundesamt für Gesundheit darauf hin, dass in allen geschlossenen Berg- und Seilbahnen, Skiliften und Sesselbahnen, aber auch in Wartezonen oder an Verkaufsstellen eine Maskenpflicht gilt.

Zusätzlich ist die 3G-Regelung in der Diskussion. In Zermatt und Saas-Fee, wo der Skibetrieb bereits läuft, gilt die 3G-Regel erst ab 16 Jahren und nur in der Innengastronomie. 

Skifahren in der Corona-Krise: Eine Reihe von österreichischen Skigebieten will trotz des Lockdowns demnächst seine Lifte starten.  (Quelle: imago images/Eibner Europa)Skifahren in der Corona-Krise: Eine Reihe von österreichischen Skigebieten will trotz des Lockdowns demnächst seine Lifte starten. (Quelle: Eibner Europa/imago images)

Italien

Wer Ski-Urlaub in Italien plant und älter als zwölf Jahre ist, für den gilt aktuell die 3G-Regelung. Zudem gibt es Kapazitätsbeschränkungen bei geschlossenen Kabinenbahnen und Sesselliften: Sie dürfen nur maximal 80 Prozent ihrer Auslastung nutzen. Für offene Sessellifte und Kabinenbahnen gilt hingegen keine Beschränkung.

Zudem gilt eine Maskenpflicht und spezielle Wegeführungen sollen Abstände zwischen den Wintersportlern gewährleisten. Skipässe soll es vor allem online geben.

Frankreich 

Auch in Frankreich wird der Ski-Urlaub in diesem Jahr wohl wieder möglich sein. An den Skiliften gilt dann eine Maskenpflicht in Schlangen und ebenfalls in geschlossenen Gondeln. Liegt die Inzidenz in Frankreich bei mehr als 200 gilt zudem die 3G-Regelung, aktuell (Stand: 25. November 2021) liegt die Inzidenz bei 226. 

Tschechien

Während Deutschland das Nachbarland seit einigen Wochen als Hochrisikogebiet eingestuft hat, gilt auch Deutschland für die Tschechen als „dunkelrote“ Kategorie. Das bedeutet, auch Ski-Urlauber können nur mit PCR-Test und Online-Anmeldung einreisen. Zwischen dem fünften und siebten Urlaubstag muss ein zweiter PCR-Test erfolgen. Restaurants und Hotels öffnen zudem nur noch für Geimpfte und Genesene. Überall dort, wo kein Mindestabstand eingehalten werden kann, gilt eine Maskenpflicht – das gilt auch für Schlangen an Skiliften oder die Fahrt in einer Gondel. 

Published at Sat, 27 Nov 2021 16:26:00 +0100