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Die beliebtesten Tricks von Taschendieben

Die beliebtesten Tricks von Taschendieben

Durchsichtiger Becher

In Großstädten wie Paris oder Rom, wo die Straßen oft eng sind und das Gedränge groß ist, erfreut sich dieser Trick momentan großer Beliebtheit. An einer unübersichtlichen Stelle wird ein durchsichtiger Becher mit ein paar Münzen so platziert, dass ihn Passanten leicht übersehen und umstoßen.

Der Besitzer des Bechers wehklagt laut, der unachtsame Rempler schämt sich und hilft, die Münzen aufzusammeln. Während dieser Ablenkung nimmt ein Komplize Portemonnaie, Handy oder gleich die ganze Tasche an sich. Am besten freundlich entschuldigen, Tasche festhalten und weitergehen.

Platzanweiser

Zugreisende an großen Bahnhöfen werden vielleicht auf besonders freundliche und hilfsbereite Menschen treffen, die sie zu ihren reservierten Plätzen im Zug führen. Das ist zum einen meist unnötig, denn Zug- und Platznummer stehen auf dem Ticket, zum anderen kann es teuer werden, denn die Helfer lassen sich ihre Dienste mit bis zu zwanzig Euro pro Platz entlohnen. Natürlich muss niemand bezahlen, aber der Ärger, dem lautstark Luft gemacht wird, ist sicherlich kein angenehmer Start in die Reise.

Armer Beraubter

Zu den Ankunftszeiten internationaler Züge kann es passieren, dass ein aufgelöster Reisender gezielt auf einen frisch ausgestiegenen Passagier zueilt und ihm in dessen Muttersprache und dramatisch gestikulierend eine schauerliche Geschichte erzählt.

Dass er all seines Hab und Guts beraubt worden sei und nun mit nichts da stünde und nicht mal mehr Geld für eine Fahrkarte in die Heimat habe. Ob man wohl ein paar Münzen oder kleine Scheine erübrigen könnte? Geld, Ticket und Ausweis, natürlich auch alle Karten seien ja nun weg. Spätestens wenn man denselben Mann bei der Abreise wieder sieht, wird klar: Es war alles nur ein Trick.

Der Unfall oder der Sturz

Auf einmal ist, begleitet von viel Trara und Getöse, ein dramatischer Sturz zu sehen und zu hören. Gut möglich, dass jemand dann ruft, er sei soeben bestohlen worden. Instinktiv dreht man sich dann oft um, wobei die Komplizen der vermeintlich Gestürzten blitzschnell Geld oder Tasche ergreifen und gemeinsam mit dem Opfer davon rennen.

Natürlich sollte das nicht zu Gleichgültigkeit gegenüber Hilfsbedürftigen führen, Geld und Wertsachen sollten aber auch in solchen Situationen stets im Auge behalten werden.

Unterschriften sammeln oder Stadtplantrick

Gruppen meist junger, freundlich lächelnder Mädchen sind in Großstädten nichts Ungewöhnliches. Manchmal haben sie aber nichts Gutes im Sinn. Etwa wenn ein Pappkarton mit einer handgeschriebenen Bitte oder einer Unterschriftenliste so vor den Bauch gehalten wird, dass das Sichtfeld eingeschränkt wird.

Während der interessierte Reisende dann versucht, das Geschriebene zu verstehen oder eine Unterschrift leistet, wird mitunter dessen Gürteltasche aufgeschlitzt oder die Handtasche geleert. Neuerdings geben sich Trickbetrüger auch als Touristen aus und halten einem rat- und scheinbar orientierungslos einen Stadtplan vor. Der Rest des Manövers bleibt derselbe.

Published at Fri, 15 Jul 2022 10:14:37 +0200