💡 Insider-Tipp
Zwischen Teneriffa und Gran Canaria herrscht häufig starker Düseneffekt mit 30+ Knoten. Plane diese Etappe für den frühen Morgen (ruhigerer Wind) oder warte auf ein stabiles Wetterfenster.
Die Kanarischen Inseln liegen geografisch vor der afrikanischen Küste, gehören aber zur EU und bieten damit exzellente Infrastruktur kombiniert mit einer faszinierenden Naturlandschaft. Sieben Hauptinseln, jede mit völlig eigenem Charakter, laden zum Erkunden per Segelboot ein.
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Die Kanarischen Inseln sind nicht nur Ausgangspunkt für Atlantiküberquerungen – sie sind selbst ein fantastisches Segelrevier. Vulkanische Landschaften, konstante Passatwinde und ein Mix aus europäischer Infrastruktur und tropischem Flair erwarten dich.
Die Ostinseln: Fuerteventura und Lanzarote
Fuerteventura und Lanzarote, die der afrikanischen Küste am nächsten gelegenen Inseln, sind trocken, windig und spektakulär. Fuerteventura hat die schönsten Strände des Archipels – weitläufige Dünenlandschaften im Süden, weltberühmte Surfspots im Norden. Lanzarote fasziniert mit seiner Mondlandschaft aus schwarzer Lava und dem Nationalpark Timanfaya, der von aktiven Fumarolen durchzogen wird.
Zwischen diesen Inseln liegen nur rund 20 Seemeilen mit meistens guten Segelbedingungen. Puerto Calero auf Lanzarote ist eine der modernsten Marinas des Archipels und ideal als Basislager.
Die Zentralinseln: Gran Canaria und Teneriffa
Gran Canaria und Teneriffa sind die bevölkerungsreichsten Inseln und bieten die beste Infrastruktur. Las Palmas de Gran Canaria hat eine exzellente Marina Real, die jedes Jahr als Startpunkt der ARC genutzt wird – der legendären Atlantic Rally for Cruisers. Teneriffa beeindruckt vor allem durch den 3.718 Meter hohen Vulkan Teide.

Wichtig für die Passage zwischen den Zentralinseln: Der Kanal zwischen Teneriffa und Gran Canaria ist für seinen starken Düseneffekt bekannt. Frühmorgens segeln oder auf ruhiges Wetterfenster warten.
Die Westinseln: La Gomera, La Palma und El Hierro
Die drei westlichen Inseln sind weniger touristisch und haben einen ursprünglichen, grünen Charakter. La Gomera war der letzte Halt von Christoph Kolumbus vor seiner Amerika-Reise. La Palma gilt als die grünste Insel des Archipels. El Hierro, die kleinste, ist ein UNESCO-Biosphärenreservat mit exzellentem Tauchen und kaum Tourismus.
Passatwinde optimal nutzen
Die Kanaren liegen im Einflussbereich der vorherrschenden Nordost-Passatwinde, die meistens zwischen 15 und 25 Knoten wehen. Ideal ist eine Route von Nord nach Süd (von Lanzarote in Richtung Gran Canaria und Teneriffa) – so hat man den Wind immer im Rücken.
| Verbindung | Seemeilen | Sehenswürdigkeit | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Gran Canaria → Fuerteventura | 70 sm | Dünen von Maspalomas | Sandig, flach, Windsurf-Mekka |
| Fuerteventura → Lanzarote | 20 sm | Vulkanlandschaft Timanfaya | Kurze Etappe, Lavafelder |
| Teneriffa → La Gomera | 25 sm | Laurisilvawald (UNESCO) | Ruhiger, grüner Charakter |
| La Palma → El Hierro | 60 sm | Caldera de Taburiente | Ursprünglichste Insel |
| Teneriffa → Gran Canaria | 55 sm | Las Palmas ARC-Starthafen | Düsenkanal beachten! |

Fazit: Die Kanaren – mehr als nur Transithafen
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Die Kanaren werden oft nur als Zwischenstopp auf dem Weg über den Atlantik betrachtet. Wer sich die Zeit nimmt, alle sieben Inseln per Boot zu erkunden, entdeckt eine erstaunliche Vielfalt an Landschaften, Kulturen und Segelbedingungen – und wird vielleicht gar nicht mehr weiterfahren wollen.