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Work & Travel ist zurück: So werden Auslandsabenteuer ein Erfolg

Work & Travel ist zurück: So werden Auslandsabenteuer ein Erfolg

„Natürlich kann man seinen Auslandsaufenthalt auch selbst organisieren“, so Mareike Köglmeier. Das ist kostengünstiger, erfordert allerdings auch viel Eigeninitiative, etwa was Visa-Beantragung, Flugbuchung und die Suche nach Unterkünften angeht. „Rausvonzuhaus“ rät, einige Monate Vorlaufzeit einzuplanen.

Schritt 2: Geht alles mit rechten Dingen zu?

„Die Seriosität eines Anbieters erkennt man nicht immer auf den ersten Blick“, sagt Mareike Köglmeier. Daher sei es wichtig, sich vor der Buchung ausführlich über die unterschiedlichen Angebote und Vermittlungsagenturen zu informieren. „Wir empfehlen, einen Anbieter mit Sitz in Deutschland zu nutzen.“ Sollte es zu Problemen kommen, sei es einfacher, gegen den Vermittler vorzugehen.

Rausvonzuhaus hat eine Reihe vonKriterienzusammengestellt, die dabei helfen, die Seriosität von Work & Travel-Organisatoren abzuklopfen.

Fragen, die man immer vorab klären kann: Welche Leistungen sind im Gesamtpreis enthalten? Welche Kosten sind gedeckt? Was passiert, wenn ich den Aufenthalt vorzeitig abbreche? Diejenigen, die den Aufenthalt selbst organisieren, schließen Arbeitsverträge meist vor Ort. „Hier sollte man sich die Arbeitszeiten und Kündigungsfristen genau anschauen“, rät Köglmeier.

Schritt 3: Kann ich mir das leisten?

Work & Travel finanziert man sich selbst. Die Idee dahinter ist, sich vor Ort das Geld für das Reisen zu verdienen. „Ein gewisses finanzielles Polster sollte man aber haben“, sagt Köglmeier.

Es kann vorkommen, dass man im Ausland mehrere Wochen nach einem geeigneten Arbeitsplatz suchen muss. In dieser Zeit muss man sich selbst finanzieren. Zudem ist das Reisen in manchen Ländern besonders kostenintensiv. Wer nicht nur arbeiten, sondern auch ein wenig vom Land mitbekommen möchte, sollte möglichst auf Erspartes zurückgreifen können.

Für Menschen, die sich Work & Travel finanziell nicht leisten können, aber eine Zeit im Ausland verbringen möchten, gibt es alternative Angebote, die gefördert werden. Eine mögliche Anlaufstelle ist der Freiwilligendienst im Rahmen desEuropäischen Solidaritätskorps(ESK). Der ESK übernimmt die Kosten der An- und Abreise sowie vor Ort. Außerdem bekommen Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Taschengeld.

Schritt 4: Brauche ich eine Versicherung?

Wer innerhalb von Europa bleibt, kann zumeist auf die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) zurückgreifen. Damit kann man sich im EU-Ausland behandeln lassen. Die EHIC befindet sich zumeist auf der Rückseite der deutschen Krankenversicherungskarte.

Allerdings zahlt die jeweilige Kasse die Behandlungskosten nicht immer in voller Höhe. „Wir empfehlen daher eine Auslandsreisekrankenversicherung“, sagt Köglmeier. Die Police übernimmt auch Kosten, für die die gesetzliche Krankenversicherung nicht aufkommt.

Bei der privaten Haftpflichtversicherung sind junge Menschen zumeist über die Eltern mitversichert. Ob dies der Fall ist und welche Leistungen die Versicherung umfasst, lässt sich beim Anbieter erfragen. Weitere länderspezifische Informationen liefert die „APP ins EU-Ausland“ vom EVZ Deutschland.

Schritt 5: Brauche ich ein Visum?

„Für Länder außerhalb der EU benötigt man ein Visum, um dort zu arbeiten“, sagt Vanessa Thalhammer. In einigen Ländern haben junge Leute die Möglichkeit, das „Working Holiday“-Visum zu beantragen. Auch ein klassisches Arbeitsvisum kann man in fast jedem Land beantragen.

Published at Mon, 30 May 2022 04:25:00 +0200