Seekrankheit ist der größte Angstgegner vieler Kreuzfahrt-Interessierter. Die gute Nachricht: Auf modernen Großschiffen ist Seekrankheit selten – und wer trotzdem betroffen ist, findet heute wirksame Mittel. Wir klären auf.
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Seekrankheit ist der größte Angstgegner vieler Kreuzfahrt-Interessierter. Die gute Nachricht: Auf modernen Großschiffen ist Seekrankheit selten – und wer trotzdem betroffen ist, findet heute wirksame Mittel.
Viele Menschen verzichten auf eine Kreuzfahrt, weil sie Seekrankheit befürchten. Das ist schade – denn auf heutigen Kreuzfahrtschiffen mit ihrer Größe, Stabilisierungstechnik und Routenplanung ist starke Seekrankheit die Ausnahme. Trotzdem: Wer empfindlich ist, sollte vorbereitet sein.
Wie entsteht Seekrankheit?
Seekrankheit (Kinetose) entsteht durch einen Konflikt zwischen dem, was die Augen sehen, und dem, was das Gleichgewichtsorgan im Innenohr spürt. Auf dem Schiff sieht das Auge einen stabilen Horizont (oder die Kabinenwände), während das Innenohr die Bewegungen des Schiffes registriert. Das Gehirn interpretiert diesen Widerspruch als Vergiftung – und löst Übelkeit aus.
Nicht jeder ist gleich empfindlich. Etwa 25–30% der Bevölkerung reagieren anfällig auf Schiffsbewegungen. Kinder zwischen 2 und 12 Jahren sind besonders empfindlich, während Erwachsene über 50 oft weniger betroffen sind.
Welche Faktoren beeinflussen das Risiko?
- Schiffsgröße: Größere Schiffe bewegen sich deutlich weniger als kleine
- Route: Atlantik und Nordsee sind rauer als Mittelmeer und Karibik
- Kabinenlage: Mittschiffs und auf mittleren Decks ist die Bewegung am geringsten
- Reisezeit: Winter-Atlantik ist rauer als Sommer-Mittelmeer
- Persönliche Veranlagung: Wer im Auto oder Flugzeug schwindelig wird, ist anfälliger
💡 Insider-Tipp

Das Scopoderm-Pflaster (hinter dem Ohr, 72h Wirkung) ist das wirksamste Mittel – aber verschreibungspflichtig. Vor der Reise beim Hausarzt um ein Rezept bitten. Wer auf einem langen Atlantikübergang oder einer Norwegen-Reise dabei ist, sollte es unbedingt dabeihaben.
Was tun, wenn die Seekrankheit einsetzt?
- Ans Oberdeck gehen und den Horizont fixieren – frische Luft hilft sofort
- Mittschiffs und niedrig positionieren – dort sind die Bewegungen minimal
- Augen schließen oder schlafen – der Konflikt zwischen Augen und Gleichgewichtsorgan verschwindet
- Leicht essen – Cracker, Ingwerkekse, kein Alkohol
- Schiffsarzt aufsuchen – er kann Injektionen verabreichen, die schnell helfen

Kreuzfahrten mit geringstem Seekrankheitsrisiko
Für besonders empfindliche Reisende empfehlen sich:

- Mittelmeer-Kreuzfahrten (ruhiges Binnenmeer, selten Wellengang über 1–2m)
- Karibik-Kreuzfahrten (November–April: sehr ruhige See)
- Ostsee-Kreuzfahrten (Binnenmeer, sehr ruhig)
- Flusskreuzfahrten – kein Wellengang, perfekt für sehr empfindliche Reisende
| Mittel / Methode | Wirksamkeit | Nebenwirkungen | Rezeptpflichtig? | Wann anwenden |
|---|---|---|---|---|
| Scopoderm-Pflaster | ★★★★★ | Mundtrockenheit | Ja | 8h vor Abfahrt |
| Antihistaminika (Vomex) | ★★★★☆ | Müdigkeit | Nein | 1–2h vorher |
| Ingwerkapseln/-tee | ★★★☆☆ | Keine | Nein | Täglich |
| Akupressurarmband | ★★★☆☆ | Keine | Nein | Immer tragen |
| Frischluft & Horizont | ★★★☆☆ | Keine | — | Bei ersten Symptomen |
💡 Insider-Tipp
Das Scopoderm-Pflaster (hinter dem Ohr, 72h Wirkung) ist das wirksamste Mittel – aber verschreibungspflichtig. Vor der Reise beim Hausarzt um ein Rezept bitten. Unbedingt für Atlantiküberquerungen und Norwegen-Reisen dabei haben.

Fazit
Seekrankheit muss kein Kreuzfahrt-Hindernis sein. Mit der richtigen Vorbereitung, dem passenden Medikament und der richtigen Kabinenposition lässt sie sich bei den meisten Reisenden verhindern oder zumindest stark reduzieren. Lass dich davon nicht abhalten!
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